Hausmittel gegen Herpes

Bei Herpes handelt es sich um eine Virusinfektion, die durch so genannte Herpes-simplex-Viren ihren Anfang nimmt. Genauer gesagt handelt es sich dabei um zwei verschiedene Viren-Gruppen, die als Auslöser gelten. Infolge davon können Bläschen sowie das besonders bekannte Lippenherpes auftreten.

Für die Behandlung gibt es altbewährte Hausmittel, die den Verlauf dieser Infektion erheblich vereinfachen können. Teilweise befreien Sie diese Mittel innerhalb weniger Stunden von einigen Beschwerden.

Besonders bewährt: Honig

Eines der beliebtesten Hausmittel ist der seit Jahrtausenden bekannte Honig. Dieser besitzt eine antibakterielle und antivirale Wirkung. Vor allem hilft der Honig antimikrobiell.

Empfehlenswert im Kampf gegen Lippenherpes und somit den Bläschen ist besonders der Manuka-Honig. Dies liegt an dem hohen Anteil von Methylglyoxal. Es handelt sich dabei um einen Wirkstoff, der für seine guten Ergebnisse bei einer vorliegenden Herpes-Infektion auf der Haut bekannt ist. Dabei waren schon die Ureinwohner von Neuseeland darüber bewusst, dass sich der Honig für die medizinische Behandlung von Haut und Lippen bei Erkrankungen wie mit Herpes besonders eignet.

Neben der präventiven Wirkung erreicht der Honig bei regelmäßiger Verwendung ein schnelleres Heilen der Wunden.

Die Anwendung von Teebaumöl

Als weiteres Hausmittel gegen Herpes hat sich das Teebaumöl bewährt. Gewonnen wird dieses aus dem in Australien vorkommenden Teebaum. Bekannt ist diese Pflanzenart, die für die Tee-Herstellung verwendet wird, aufgrund einer Dokumentation seit dem Jahr 1770.

Schon unmittelbar nach der Entdeckung stand eine heilende Wirkung gegenüber Hautkrankheiten fest. Genauer gesagt zeichnen sich die Blätter durch eine antibakterielle und desinfizierende Wirkung aus.

Von Bedeutung ist dabei, dass gerade im Anfangsstadium einer Herpes-Infektion das Öl eine sehr gute Wirkung auf Lippen und die Haut hat. Schließlich kann sogar das Auftreten der Bläschen verhindert werden, sofern eine Reaktion im Anschluss an das erste Kribbeln an den Lippen erfolgt.

Die Behandlung mit Zitronenmelisse

Bisher wird dieser Pflanze viel zu wenig Aufmerksamkeit entgegen gebracht. Dabei ist inzwischen erwiesen, dass die Zitronenmelisse einen positiven Einfluss auf den Ausbruch von Herpes hat und hilft. Der Nachweis der Wirksamkeit erfolgte im ersten Jahrzehnt nach der Jahrtausendwende durch deutsche Forscher.

Nach der ersten Anwendung des Melissen-Öls setzt eine Wirkung innerhalb von wenigen Stunden ein. Zudem verhindern Sie eine Einnistung der Herpes-simplex-Viren in den Zellen mit der regelmäßigen Anwendung. Auf diesem Wege vermeiden Sie eine sichtbare Infektion von Haut und Lippen, da mehr als 90 Prozent aller Zellen vor einem Befall beschützt werden können.

Eiswürfel als Erste Hilfe

Befindet sich das Lippenherpes im Anfangsstadium, so bieten sich Eiswürfel als Hausmittel an. Diese besitzen für einige Zeit eine präventive Wirkung. Zeitgleich erschweren Sie den Viren das Leben durch die Eiswürfel so stark, dass diese sich weniger vermehren können. Für Herpesviren ist lediglich das Leben in wärmerer Umgebung angenehm.

Umwickelt von einem Küchentuch halten Sie den Eiswürfel im Anfangsstadium an die betroffene Stelle. Dabei ist auf ein regelmäßiges Wechseln des Tuchs zu achten. Eine spätere Anwendung ist zu vermeiden, wenn es bereits zu einer Ausbildung von Bläschen gekommen ist.

Starker Alkohol hilft gegen Lippenherpes

Zu den besonders guten Hausmitteln zählt außerdem hochprozentiger Alkohol. So zeichnet sich dieses Getränk durch eine desinfizierende Wirkung aus.

Außerdem wirkt der Alkohol kühlend, wobei die Wirkung während des Verdunstungs-Prozesses einsetzt. In diesem Moment entziehen Sie dem Körper die Wärme, die die Bläschen zum vermehren benötigen. Mit einem Wattestäbchen, auf das einige Tropfen von dem Alkohol gegeben werden, erfolgt ein Abtupfen der betroffenen Stellen. Täglich kann dieser Vorgang mehrmals wiederholt werden.

Das hilft: Schwarze Teebeutel

Besonders effektiv sind schwarze Teebeutel im Kampf gegen diese Bläschen. Es ist die hohe Konzentration des Wirkstoffs Tannin, das die schwarzen Teebeutel zu einem guten Heilmittel gegen diese Infektion macht.

Das Tannin besitzt eine antivirale und desinfizierende Wirkung. Dies führt wiederum zu einer Begrenzung der Fläche, die davon betroffen sein könnte und verhindert somit eine Ausweitung von Lippenherpes.

Gürtelrose – schmerzhafte Herpesform mit Risiken

Gürtelrose wird durch das gleiche Virus ausgelöst wie die Windpockenerkrankung, dennoch ist sie kaum infektiös. Der Erreger dieser Krankheit ist das Varizella-Zoster-Virus, das zu den Herpesviren gehört.

Wie äußert sich die Gürtelrose?

Zunächst kommt es zu Mattigkeit und Abgeschlagenheit, ein dumpfer Schmerz in der linken Brust macht sich breit. Er strahlt aus und nach einigen Tagen zeigen sich rote Flecken unterhalb der Brust. Diese gruppieren sich zu einem Band, die typischste Auffälligkeit bei Gürtelrose.

Jährlich erkranken in Deutschland über 350.000 Menschen an einer Gürtelrose. In der Regel tritt die Krankheit am Rumpf auf, manche bekommen sie auch am Kopf. Hier kann das Virus äußerst gefährlich werden, denn es kann Ohren und Augen schädigen. Im Gesicht kann der Erreger auch Nerven und Augenlider lähmen.

Ein schlummerndes Virus bricht wieder aus

Die Viren wandern entlang bestimmter Nervenbahnen entzünden dort die Nervenzellen. Die roten Flecken werden nach zwei Tagen zu Bläschen mit wässriger Flüssigkeit. Diese enthält den Windpockenerreger. Nach etwa zwei Wochen heilen die Bläschen wieder ab.

Eine Gürtelrose zeigt sich in der Regel einseitig und folgt einem bestimmten Muster. Vor allem in den ersten Tagen sind die Symptome unspezifisch, sodass eine klare Diagnose nicht immer leicht ist. Beim ersten Verdacht sollte man sofort ein Krankenhaus aufsuchen.

Risiken für diese Viruserkrankung

Wer einmal an Windpocken erkrankt ist, kann in späteren Jahren trotzdem eine Gürtelrose bekommen. Zwar bietet eine kindliche Impfung gegen Windpocken einen gewissen Schutz gegen das Varizella-Zoster-Virus, trotzdem kann es später zur Gürtelrose kommen. Die Krankheit verläuft jedoch abgeschwächter.

Einer Infektion mit Herpes Zoster geht stets eine Windpocken Infektion voraus, doch die Erreger bleiben im Körper, nisten sich im Rückenmark ein und können noch Jahrzehnte später wieder aktiv werden. Dann lösen sie eine schwere Infektion aus.

Herpes Zoster bricht fast nur bei geschwächtem Immunsystem aus. Risikofaktoren sind ein höheres Alter, Stress, wenig Schlaf, Trauer, andere das Immunsystem schwächende Erkrankungen sowie zu viel Sonnenlicht. Auch Menschen, die zu Allergien neigen, haben ein höheres Risiko, diese schwere Infektion zu bekommen.

Therapie der Viruserkrankung

Die Behandlung erfolgt mit virushemmenden Mitteln und sollte sofort bei ersten Anzeichen begonnen werden. Je weniger Zeit verstreicht, desto besser. In einem Krankenhaus kann Patienten am leichtesten geholfen werden.

Schwere Formen der Gürtelrose, zum Beispiel im Gesicht, können nicht ambulant behandelt werden, denn die Medikamente müssen intravenös verabreicht werden.

Nach wie vor arbeitet die Forschung an wirkungsvollen Impfstoffen, hat aber bisher noch nicht den optimalen Schutz entwickeln können. Der heute verfügbare Impfstoff senkt das Risiko für den Ausbruch der Krankheit um 50 Prozent.

Lippenbläschen bei Herpes

Fast jeder Mensch macht in seinem Leben die Bekanntschaft mit den kleinen Bläschen. Lippenbläschen treten in der Region des Mundes auf und sind nicht nur ein kosmetisches Hindernis für die betroffenen Personen. Die Bläschen verursachen meist einen Juckreiz und Spannungsgefühle. Zudem sind Schmerzen keine Seltenheit.

Entstehung von Lippenbläschen

Lippenbläschen sind ein Symptom des Lippenherpes. Dieser wird durch den Herpes-simplex-Virus Typ 1 ausgelöst und ist durch einen einfachen Hautkontakt übertragbar.

Hat man sich einmal mit dem Virus angesteckt, dann bleibt dieser das ganze Leben im Körper und kann jederzeit wieder ausbrechen. Besonders wenn das Immunsystem geschwächt ist, wird der Virus wieder aktiv und die Herpesbläschen entstehen.

Auch Stress, der ebenfalls das Abwehrsystem des Körpers belastet, kann die Bildung der Bläschen begünstigen. Des Weiteren können auch der Klimawandel, eine hohe Sonneneinstrahlung oder Erkältungskrankheiten den Virus wieder aktivieren.

Symptome bei einem Lippenbläschen

Sobald der Virus im Körper aktiviert ist, sucht er sich einen Weg über die Nervenbahnen zu den Lippen. Hier vermehren sich die Viren und sorgen für erste Spannungsgefühle.

Am Anfang bemerken die betroffenen Personen meist nur ein leichtes Kribbeln. Dieses schlägt aber schnell in ein Jucken und Brennen um. Erst nach diesen anfänglichen Symptomen bilden sich die ersten Lippenbläschen. Sie sind gefüllt mit einer Flüssigkeit, die mehrere Millionen Herpesviren enthält. Jetzt ist die Ansteckungsgefahr besonders groß.

Erst nach einigen Tagen platzen schließlich die Bläschen auf, verkrusten und fallen ab. Dies kann zwischen acht und zehn Tagen in Anspruch nehmen.

Behandlung von Lippenbläschen

Sobald erste Anzeichen für ein Ausbrechen von Lippenherpes bemerkt werden, sollte mit einer Behandlung begonnen werden. Denn gerade am Anfang vermehren sich die Viren explosionsartig und eine sofortige Behandlung kann manchmal sogar den Ausbruch noch verhindern.

Für die Behandlung der Bläschen gibt es verschiedene Cremes, die in der Apotheke erhältlich sind. Diese werden in der Regel mehrmals täglich auf die betroffene Stelle gegeben und verkürzen die Abheilungszeit und lindert zugleich die unangenehmen Begleiterscheinungen. Sofern die Bläschen zu eitern beginnen oder sich in einem sehr großen Areal ausbreiten, sollte ein Weg zum Arzt stattfinden. Denn hier reicht eine Selbstbehandlung häufig nicht aus.

Vorbeugung und Prävention

Die Lippenbläschen brechen meist bei einem geschwächten Immunsystem aus. Daher sollte auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Sport geachtet werden.

Zudem sollte man den körperlichen Kontakt mit Personen, die akut an Herpes leiden, vermieden werden. Auf keinen Fall sollte mit diesen Personen die Kosmetikmittel oder das Handtuch geteilt werden.

Zudem sollte auf die Einhaltung von Hygiene geachtet werden.

Foto: Metju12 (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Behandlungsmöglichkeiten bei Herpes

Etwa 85 Prozent der Weltbevölkerung leiden am Herpes-Typ 1. Leider bleiben die Viren nach einer Infektion dauerhaft im Körper und blühen regelmäßig auf, insbesondere dann wenn das Immunsystem geschwächt ist.

Zum Glück gibt es zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten, die nicht nur die Beschwerden lindern, sondern auch die Abheilung beschleunigen. Diese werden im folgenden Abschnitt ausführlich vorgestellt.

Herpes – Beschwerden und Symptome

Ein typisches Symptom sind die schmerzhaften Bläschen, die sich meistens am oder im Mund bilden können. Auch an anderen Stellen des Körpers können sie auftreten. Hinzu kommen andere Symptome wie hohes Fieber, ein Krankheitsgefühl und Mundgeruch.

Je nachdem wie schwer die Herpes-Infektion ausfällt, können auch die Lymphknoten im Bereich von Hals und Kiefer anschwellen. Die Bläschen verursachen zudem Beschwerden in Form von Juckreiz, einem Spannungsgefühl und ein unangenehmes Kribbeln.

Ist der Befall sehr ausgeprägt und sind auch die Genitalien und die Augen betroffen, dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Therapiemöglichkeiten

• Cremes

Die klassische Behandlung erfolgt über Cremes. Inzwischen gibt es davon viele verschiedene Produkte, die die Bläschen rasch austrocknen und desinfizieren und zudem noch die Schmerzen und den Juckreiz lindern sollen.

Als wirksame chemische Substanzen sind hier Cremes mit Penciclovir und Aciclovir zu empfehlen. Diese sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

• Hausmittel

Es gibt auch zahlreiche Hausmittel, die bei einer leichten Form von Herpes durchaus Linderung verschaffen können. Dazu gehören Teebaumöl, Honig, Natronpulver, Zitronensaft oder Aloe Vera.

Als besonders wirksam haben sich auch schwarze Johannisbeeren und Salben mit Pfefferminze und Rhabarber erwiesen. Sie verhindern die Ausbreitung der Herpesviren, indem sie das Eindringen der Viren in die Zelle behindern. Sie wirken daher auch vorbeugend.

• Rotlichtlampe

Eine weitere sehr spezielle Form der Behandlung von Herpes erfolgt über eine Rotlichtlampe. Da rotes Licht antibakteriell wirkt und ein paar Millimeter tief ins Gewebe eindringt, kann es die Abheilung von Herpes beschleunigen.

Des Weiteren hilft es dabei das Stoffwechselabfälle wie Schlacken und Säuren aus dem Körper gespült werden. Durch die Bestrahlung wird Muskel-, Sehnen- und Fettgewebe erwärmt, wodurch auch die Durchblutung erhöht wird. All diese Effekte wirken sich positiv auf den Heilungsprozess aus.

Die richtig Anwendung einer Rotlichtlampe

Die Anwendung einer Rotlichtlampe gestaltet sich sehr unkompliziert. Bestrahlt wird lediglich die zu behandelnde Fläche in diesem Fall der untere Gesichtsbereich.

Der Abstand zur bestrahlenden Stelle sollte zwischen 30 und 50 Zentimetern betragen. Die Bestrahlungsdauer sollte 10 bis 20 Minuten nicht überschreiten. Je nachdem wie gut man mit der Bestrahlung klar kommt und wie die Haut darauf reagiert, kann sie zwei bis dreimal pro Tag durchgeführt werden. In der Regel reicht eine Anwendung pro Tag aber vollkommen aus.

Vor dem Gebrauch einer Rotlichtlampe sollten unbedingt die Sicherheitshinweise des gewählten Geräts gründlich durchgelesen und eingehalten werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Schutz der Augen. Rotes Licht ist schädlich für die Augen, daher sollte bei der Bestrahlung immer eine Schutzbrille zum Einsatz kommen. Diese können in zahlreichen Online-Shops schon für ein paar Euro erworben werden. Bei einigen Rotlichtlampen liegen diese auch direkt bei. Es reicht nicht aus die Augen nur zu schließen, da das Rotlicht durch das Lid hindurch dringt.

Was hilft bei akutem Herpes?

Herpes-Viren finden sich im Körper der meisten Menschen. Von einem akuten Herpes sprechen Mediziner, wenn Symptome sichtbar sind. Diese treten nach der erstmaligen Infektion in unregelmäßigen Abständen auf und lassen sich behandeln. Auch ohne Gegenmaßnahme bilden sich Herpes-Bläschen zumeist nach etwa zehn Tagen zurück.

Der Besuch beim Hautarzt ist dennoch unerlässlich, da eine akute Herpes-Erkrankung zu ernsthaften Nebenwirkungen führen kann. Behandeln lässt sich ein akuter Herpes-Ausbruch, gegen die Viren selbst sind bislang keine wirksamen Behandlungsmöglichkeiten bekannt.

Klassische Behandlungsform bei Herpes

Die klassische Behandlungsform bei einer akuten Herpes-Erkrankung besteht aus der Gabe von Arzneistoffen wie Aciclovir und Valaciclovir. Viele Ärzte und Patienten bevorzugen Salben gegenüber Tabletten, da das Auftragen der Salbe als angenehm kühlend empfunden wird. Beide Medikamente wirken nicht nur gegen Lippenherpes, sondern auch bei einer Herpes-Erkrankung im Genitalbereich. Salben beziehungsweise Cremes mit den Wirkstoffen Melissenextrakt, Heparin und Zink können ohne Rezept in der Apotheke bezogen werden. Ihre Wirksamkeit erkennen  Schulmediziner und Alternativmediziner gleichermaßen an.

Hausmittel bei Herpes

Patienten behandeln ihren Herpes statt mit einer Salbe auf der Basis von Melissenextrakten häufig direkt mit Melissentee. Ebenfalls als Hausmittel beliebt ist der Kamillentee, welcher eine beruhigende Wirkung auf die Bläschen ausübt. In keinem Fall dürfen Betroffene ihre Herpes-Bläschen aufstechen, da diese Maßnahme die Ausbreitung der Erkrankung verstärkt.

Ob Zahnpasta als Mittel gegen Herpes geeignet ist, richtet sich nach den konkreten Zutaten des Zahnputzmittels. Wenn die Zahncreme Zink oder pflanzliche Wirkstoffe wie Kamillenextrakt enthält, ist eine positive Auswirkung auf die Herpes-Bläschen wahrscheinlich.

Auch das Betupfen der Herpes-Bläschen mit Honig bewirkt den Beobachtungen der betroffenen Patienten zufolge eine Linderung ihrer Beschwerden. Diese konnte zwar ebenso wie der Erfolg von Behandlungen mit Teebaumöl oder Aloe Vera wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden, wird von Patienten aber nahezu übereinstimmend geschildert.

Weitere natürliche Hausmittel gegen Herpes sind Salbeitee und Knoblauch. Beide Pflanzenwirkstoffe werden auf die betroffenen Lippen aufgetragen. Salbei lindert die Herpes-Beschwerden auch, wenn Patienten den Tee trinken.

Auch das Auftragen von Essig hilft gegen Herpes-Bläschen, am wirksamsten ist Apfelessig. Eine vergleichbare Wirkung entfaltet das Träufeln von Zitronensaft auf die Lippenbläschen.

Die Zitrone hilft am besten gegen Herpes, wenn Patienten sie bei der ersten Wahrnehmung der beginnenden Bläschenbildung nutzen. Da Stress häufig zum Herpes-Ausbruch beiträgt, wirkt sich auch Ruhe lindernd auf den Krankheitsverlauf aus.

Die Behandlung von Herpes mit dem Wirkstoff Butylhydroxytolul (BHT) gehört zu den alternativen Behandlungsmethoden jenseits der Naturheilkunde, da der Wirkstoff durch die Industrie erzeugt wird. Ihre Wirksamkeit ist ebenso wie die Linderung nach der Herpes-Behandlung mit Fettalkohol umstritten. Zudem können im Gegensatz zu einer Behandlung mit bewährten Hausmitteln ernsthafte Nebenwirkungen auftreten.

Ist Herpes ansteckend?

Ist Herpes ansteckend? Die Antwort lautet eindeutig: Ja, die Herpes-Viren besitzen ein sehr hohes Ansteckungspotential vor allem nach dem Ausbruch der Krankheit und noch vor dem eindeutigen Erblühen der Herpes-Bläschen. Bis diese wieder eindeutig abgeheilt sind, bleibt Herpes ansteckend.

Der Virus selbst verschwindet auch nicht mehr aus dem Körper, rund 90 Prozent aller Erwachsenen tragen den HSV-Typus 1 in sich.

Auf welche Weise ist Herpes ansteckend?

Die Übertragung erfolgt durch Körperkontakt unabhängig von den entsprechenden Körperstellen, also beispielsweise auch vom Mund einer Person auf eine andere Körperstelle der anderen Person und umgekehrt.

Die Bläschen müssen dabei noch nicht zu sehen sein, gerade kurz vor ihrem Ausbruch, wenn die betroffene Stelle schon heftig juckt, ist die Übertragungsgefahr der Viren am größten. Sie bleibt dann über die Zeit der Bläschenbildung bis zur absolut vollständigen Abheilung erhalten.

Erst die normale, verheilte und glatte Haut überträgt keine Herpesviren mehr. Selbst ohne Bläschen ist eine Übertragung durch Schleimhäute möglich, was aber selten nachzuweisen ist. Die Träger des HSV-1-Virus müssen nicht selbst von Herpes-Ausbrüchen betroffen, dennoch kann ihre Herpes ansteckend sein. Die Infektion ist bei dieser Personengruppe nur durch Bluttests nachzuweisen, die wiederum nicht eindeutig aufzeigen, wie oft die Infektion bei der betreffenden Person schon ausgebrochen ist.

Als gefährlich gilt bei Herpes die sogenannte persistierende Infektion, also der latente Verbleib der Viren im Körper, ohne dass deren Ausbruch genau bestimmt werden kann.

Warum Herpes ausbricht, ist nicht völlig geklärt. Als Ursachen werden Umwelteinflüsse, hormonelle Schwankungen, ungeeignete Hautpflege und sogar Stress diskutiert. Es gibt zwei verschiedene Herpes Viren, die Typen 1 und 2, Typus 1 (HSV-1) ist häufiger.

Davon zu unterscheiden sind die nach dem lokalen Auftreten als Lippen- oder Genitalherpes differenzierten Ausbruchsformen, die jeweils durch den Typus 1 oder 2 verursacht werden können. Schwere, aber glücklicherweise seltene Infektionen sind generalisierte Infektionen bei Neugeborenen und bei Personen mit geschwächtem Immunsystem (Immundefizienz). Da Herpes ansteckend ist, sollten diese Personen besonders geschützt werden.

Ist Herpes ansteckend über Handtücher?

Immer wieder wird hinterfragt, inwieweit die Herpes-Viren außerhalb des menschlichen Körpers überleben, ob also Herpes ansteckend sein kann, wenn eine Person mit einem frischen Ausbruch ein Handtuch benutzt und eine andere Person dasselbe Handtuch kurz darauf verwendet.

Hier kommt es tatsächlich auf die Zeitspanne, die Luftfeuchte und die Temperatur an. Grippeviren beispielsweise lassen sich über Handtücher, Waschlappen, Essbesteck und Türklinken relativ gut und auch nach Minuten, in ungünstigen Fällen sogar nach Stunden übertragen.

Bei Herpes ist diese Gefahr sehr gering, dennoch können grundsätzliche Hygieneregeln eingehalten werden. Unter Umständen reicht schon das heiße Trocknen von Handtüchern, um den Virus nicht überleben zu lassen, doch man muss es nicht darauf ankommen lassen und sollte jeder Person im Haushalt ihre eigenes Handtuch gönnen. Im Normalfall macht jedoch der Körperkontakt Herpes ansteckend.

Auslöser für Herpes

Herpes ist eine Infektion welche von Herpes-simplex–Viren hervorgerufen wird. Das Hauptsymptom ist eine äußerst unangenehme, meist jedoch völlig harmlose Bläschenbildung, im Mund- oder Genitalbereich. Herpes verbleibt nach der ersten Infektion ein Leben lang im Körper und kann in unregelmäßigen Abständen erneut ausbrechen.

Der Krankheitserreger

Herpes wird durch zwei eng verwandte Virusarten ausgelöst, dem Herpes-Simplex-Virus 1 (HSV-1) und Herpes-Simplex-Virus 2 (HSV-2). Beide Arten sind streng auf den Menschen als Wirt spezialisiert, eine Übertragung durch Haustiere als Zwischenwirt ist daher ausgeschlossen.

Das Krankheitsbild wird zwischen Herpes simplex labialis (Lippenherpes, Fieberblasen) und Herpes simplex genitalis (Genitalherpes) unterschieden. HSV1 ist dabei in 80 Prozent der Fälle für Lippenherpes verantwortlich, HSV2 wiederum ist die Ursache für 80 Prozent von Genitalherpes.

Die Infektion

Herpes-simplex-Viren sind auf der ganzen Welt verbreitet. HSV1 ist dabei am häufigsten vertreten, Studien zufolge sind in Deutschland 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung mit diesem Virus infiziert. HSV-1 wird durch Speichelkontakt und Schmierinfektionen weitergeben, eine Infektion erfolgt oft bereits im Säuglingsalter durch normalen Hautkontakt.

HSV-2 kann nur durch engen Schleimhautkontakt übertragen werden. Die Verbreitung ist daher dementsprechend seltener und erfolgt vor allem durch sexuelle Aktivität. Je nach Häufigkeit von Sexualkontakten tragen zwischen 3 und 23 Prozent der Bevölkerung HSV2 in sich, bei Prostituierten konnten in 75 Prozent der Fälle Antiköper im Blut nachgewiesen werden.

Beiden Arten verbleiben nach der ersten Infektion ein Leben lang im Körper, es handelt sich daher um eine persistierende Infektion.

Zu beachten ist, dass für eine Ansteckung kein akuter Ausbruch der Herpes notwendig ist. Tatsächlich kommt es immer wieder zu Virussauscheidungen, ohne das der Betroffene offene Symptome, wie Fieberblasen, aufweist. Man kann den Virus daher auch dann weitergeben, wenn keine Blässchen vorhanden sind.

Der Auslöser

Ausgelöst wird die akute Form der Herpes durch eine Schwächung des Immunsystems, etwa durch Stress, Hormonschwankungen, starker UV-Bestrahlung oder durch Infektion mit anderen Krankheitserregern. Besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen kann sich eine akute Infektion in unregelmäßigen Abständen immer wieder bilden, in späterem Erwachsenenalter treten sie nur mehr selten in Erscheinung.

Akut zeigt sich die Erkrankung durch unangenehme, aber meist völlig harmlose Blässchenbildung um Mund und Nase, oder im Genitalbereich. Unter Umständen kann es durch ein Einreiben des Erregers in verletzte oder geschwächte Hautpartien auch zu Blässchenbildung auf der Wange, dem Augenlid oder anderen Körperstellen kommen. Offene Blässchen sollten daher nach Möglichkeit nicht berührt werden.

Eine Therapie zur vollständigen Heilung gibt es nicht, es kann höchsten versucht werden, die Vermehrung des Virus nach einem erfolgten Ausbruch zu verhindern und die Symptome zu lindern. Dazu stehen mehrere Virostatika zu Verfügung, hoch spezifische Medikamente, die direkt auf den Herpes-Virus zugeschnitten sind.