Was hilft bei akutem Herpes?

Herpes-Viren finden sich im Körper der meisten Menschen. Von einem akuten Herpes sprechen Mediziner, wenn Symptome sichtbar sind. Diese treten nach der erstmaligen Infektion in unregelmäßigen Abständen auf und lassen sich behandeln. Auch ohne Gegenmaßnahme bilden sich Herpes-Bläschen zumeist nach etwa zehn Tagen zurück.

Der Besuch beim Hautarzt ist dennoch unerlässlich, da eine akute Herpes-Erkrankung zu ernsthaften Nebenwirkungen führen kann. Behandeln lässt sich ein akuter Herpes-Ausbruch, gegen die Viren selbst sind bislang keine wirksamen Behandlungsmöglichkeiten bekannt.

Klassische Behandlungsform bei Herpes

Die klassische Behandlungsform bei einer akuten Herpes-Erkrankung besteht aus der Gabe von Arzneistoffen wie Aciclovir und Valaciclovir. Viele Ärzte und Patienten bevorzugen Salben gegenüber Tabletten, da das Auftragen der Salbe als angenehm kühlend empfunden wird. Beide Medikamente wirken nicht nur gegen Lippenherpes, sondern auch bei einer Herpes-Erkrankung im Genitalbereich. Salben beziehungsweise Cremes mit den Wirkstoffen Melissenextrakt, Heparin und Zink können ohne Rezept in der Apotheke bezogen werden. Ihre Wirksamkeit erkennen  Schulmediziner und Alternativmediziner gleichermaßen an.

Hausmittel bei Herpes

Patienten behandeln ihren Herpes statt mit einer Salbe auf der Basis von Melissenextrakten häufig direkt mit Melissentee. Ebenfalls als Hausmittel beliebt ist der Kamillentee, welcher eine beruhigende Wirkung auf die Bläschen ausübt. In keinem Fall dürfen Betroffene ihre Herpes-Bläschen aufstechen, da diese Maßnahme die Ausbreitung der Erkrankung verstärkt.

Ob Zahnpasta als Mittel gegen Herpes geeignet ist, richtet sich nach den konkreten Zutaten des Zahnputzmittels. Wenn die Zahncreme Zink oder pflanzliche Wirkstoffe wie Kamillenextrakt enthält, ist eine positive Auswirkung auf die Herpes-Bläschen wahrscheinlich.

Auch das Betupfen der Herpes-Bläschen mit Honig bewirkt den Beobachtungen der betroffenen Patienten zufolge eine Linderung ihrer Beschwerden. Diese konnte zwar ebenso wie der Erfolg von Behandlungen mit Teebaumöl oder Aloe Vera wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden, wird von Patienten aber nahezu übereinstimmend geschildert.

Weitere natürliche Hausmittel gegen Herpes sind Salbeitee und Knoblauch. Beide Pflanzenwirkstoffe werden auf die betroffenen Lippen aufgetragen. Salbei lindert die Herpes-Beschwerden auch, wenn Patienten den Tee trinken.

Auch das Auftragen von Essig hilft gegen Herpes-Bläschen, am wirksamsten ist Apfelessig. Eine vergleichbare Wirkung entfaltet das Träufeln von Zitronensaft auf die Lippenbläschen.

Die Zitrone hilft am besten gegen Herpes, wenn Patienten sie bei der ersten Wahrnehmung der beginnenden Bläschenbildung nutzen. Da Stress häufig zum Herpes-Ausbruch beiträgt, wirkt sich auch Ruhe lindernd auf den Krankheitsverlauf aus.

Die Behandlung von Herpes mit dem Wirkstoff Butylhydroxytolul (BHT) gehört zu den alternativen Behandlungsmethoden jenseits der Naturheilkunde, da der Wirkstoff durch die Industrie erzeugt wird. Ihre Wirksamkeit ist ebenso wie die Linderung nach der Herpes-Behandlung mit Fettalkohol umstritten. Zudem können im Gegensatz zu einer Behandlung mit bewährten Hausmitteln ernsthafte Nebenwirkungen auftreten.

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