Gürtelrose – schmerzhafte Herpesform mit Risiken

Gürtelrose wird durch das gleiche Virus ausgelöst wie die Windpockenerkrankung, dennoch ist sie kaum infektiös. Der Erreger dieser Krankheit ist das Varizella-Zoster-Virus, das zu den Herpesviren gehört.

Wie äußert sich die Gürtelrose?

Zunächst kommt es zu Mattigkeit und Abgeschlagenheit, ein dumpfer Schmerz in der linken Brust macht sich breit. Er strahlt aus und nach einigen Tagen zeigen sich rote Flecken unterhalb der Brust. Diese gruppieren sich zu einem Band, die typischste Auffälligkeit bei Gürtelrose.

Jährlich erkranken in Deutschland über 350.000 Menschen an einer Gürtelrose. In der Regel tritt die Krankheit am Rumpf auf, manche bekommen sie auch am Kopf. Hier kann das Virus äußerst gefährlich werden, denn es kann Ohren und Augen schädigen. Im Gesicht kann der Erreger auch Nerven und Augenlider lähmen.

Ein schlummerndes Virus bricht wieder aus

Die Viren wandern entlang bestimmter Nervenbahnen entzünden dort die Nervenzellen. Die roten Flecken werden nach zwei Tagen zu Bläschen mit wässriger Flüssigkeit. Diese enthält den Windpockenerreger. Nach etwa zwei Wochen heilen die Bläschen wieder ab.

Eine Gürtelrose zeigt sich in der Regel einseitig und folgt einem bestimmten Muster. Vor allem in den ersten Tagen sind die Symptome unspezifisch, sodass eine klare Diagnose nicht immer leicht ist. Beim ersten Verdacht sollte man sofort ein Krankenhaus aufsuchen.

Risiken für diese Viruserkrankung

Wer einmal an Windpocken erkrankt ist, kann in späteren Jahren trotzdem eine Gürtelrose bekommen. Zwar bietet eine kindliche Impfung gegen Windpocken einen gewissen Schutz gegen das Varizella-Zoster-Virus, trotzdem kann es später zur Gürtelrose kommen. Die Krankheit verläuft jedoch abgeschwächter.

Einer Infektion mit Herpes Zoster geht stets eine Windpocken Infektion voraus, doch die Erreger bleiben im Körper, nisten sich im Rückenmark ein und können noch Jahrzehnte später wieder aktiv werden. Dann lösen sie eine schwere Infektion aus.

Herpes Zoster bricht fast nur bei geschwächtem Immunsystem aus. Risikofaktoren sind ein höheres Alter, Stress, wenig Schlaf, Trauer, andere das Immunsystem schwächende Erkrankungen sowie zu viel Sonnenlicht. Auch Menschen, die zu Allergien neigen, haben ein höheres Risiko, diese schwere Infektion zu bekommen.

Therapie der Viruserkrankung

Die Behandlung erfolgt mit virushemmenden Mitteln und sollte sofort bei ersten Anzeichen begonnen werden. Je weniger Zeit verstreicht, desto besser. In einem Krankenhaus kann Patienten am leichtesten geholfen werden.

Schwere Formen der Gürtelrose, zum Beispiel im Gesicht, können nicht ambulant behandelt werden, denn die Medikamente müssen intravenös verabreicht werden.

Nach wie vor arbeitet die Forschung an wirkungsvollen Impfstoffen, hat aber bisher noch nicht den optimalen Schutz entwickeln können. Der heute verfügbare Impfstoff senkt das Risiko für den Ausbruch der Krankheit um 50 Prozent.

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Lippenbläschen bei Herpes

Fast jeder Mensch macht in seinem Leben die Bekanntschaft mit den kleinen Bläschen. Lippenbläschen treten in der Region des Mundes auf und sind nicht nur ein kosmetisches Hindernis für die betroffenen Personen. Die Bläschen verursachen meist einen Juckreiz und Spannungsgefühle. Zudem sind Schmerzen keine Seltenheit.

Entstehung von Lippenbläschen

Lippenbläschen sind ein Symptom des Lippenherpes. Dieser wird durch den Herpes-simplex-Virus Typ 1 ausgelöst und ist durch einen einfachen Hautkontakt übertragbar.

Hat man sich einmal mit dem Virus angesteckt, dann bleibt dieser das ganze Leben im Körper und kann jederzeit wieder ausbrechen. Besonders wenn das Immunsystem geschwächt ist, wird der Virus wieder aktiv und die Herpesbläschen entstehen.

Auch Stress, der ebenfalls das Abwehrsystem des Körpers belastet, kann die Bildung der Bläschen begünstigen. Des Weiteren können auch der Klimawandel, eine hohe Sonneneinstrahlung oder Erkältungskrankheiten den Virus wieder aktivieren.

Symptome bei einem Lippenbläschen

Sobald der Virus im Körper aktiviert ist, sucht er sich einen Weg über die Nervenbahnen zu den Lippen. Hier vermehren sich die Viren und sorgen für erste Spannungsgefühle.

Am Anfang bemerken die betroffenen Personen meist nur ein leichtes Kribbeln. Dieses schlägt aber schnell in ein Jucken und Brennen um. Erst nach diesen anfänglichen Symptomen bilden sich die ersten Lippenbläschen. Sie sind gefüllt mit einer Flüssigkeit, die mehrere Millionen Herpesviren enthält. Jetzt ist die Ansteckungsgefahr besonders groß.

Erst nach einigen Tagen platzen schließlich die Bläschen auf, verkrusten und fallen ab. Dies kann zwischen acht und zehn Tagen in Anspruch nehmen.

Behandlung von Lippenbläschen

Sobald erste Anzeichen für ein Ausbrechen von Lippenherpes bemerkt werden, sollte mit einer Behandlung begonnen werden. Denn gerade am Anfang vermehren sich die Viren explosionsartig und eine sofortige Behandlung kann manchmal sogar den Ausbruch noch verhindern.

Für die Behandlung der Bläschen gibt es verschiedene Cremes, die in der Apotheke erhältlich sind. Diese werden in der Regel mehrmals täglich auf die betroffene Stelle gegeben und verkürzen die Abheilungszeit und lindert zugleich die unangenehmen Begleiterscheinungen. Sofern die Bläschen zu eitern beginnen oder sich in einem sehr großen Areal ausbreiten, sollte ein Weg zum Arzt stattfinden. Denn hier reicht eine Selbstbehandlung häufig nicht aus.

Vorbeugung und Prävention

Die Lippenbläschen brechen meist bei einem geschwächten Immunsystem aus. Daher sollte auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Sport geachtet werden.

Zudem sollte man den körperlichen Kontakt mit Personen, die akut an Herpes leiden, vermieden werden. Auf keinen Fall sollte mit diesen Personen die Kosmetikmittel oder das Handtuch geteilt werden.

Zudem sollte auf die Einhaltung von Hygiene geachtet werden.

Foto: Metju12 (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons