Herpes Genitalis

Herpes Genitalis wird durch den Herpes-Simplex-Virus des Typs 2 während des Geschlechtsverkehrs übertragen. Die Krankheit wird in den meisten Fällen durch schmerzhafte Bläschen auf der Haut bemerkt, die jucken und kribbeln.

Was ist eigentlich Herpes Genitalis?

Herpes Genitalis gehört zu den Krankheiten, die gewöhnlicherweise während des Geschlechtsverkehrs übertragen werden. Die Infektion selbst wird durch Herpesviren des Typs 2 ausgelöst.

Bereits über kleinste Verletzungen an der Schleimhaut oder Haut können die Viren in den Körper gelangen, wo sie dann lebenslang an ihrem Zielort verweilen.

Die Symptome von Herpes Genitalis

Des Öfteren verläuft die Infektion zunächst ohne Symptome. Später werden dann Beschwerden an der Vulva oder dem Penis auftreten, die sich unter anderem als unangenehmes Kribbelgefühl, Brennen oder Juckreiz äußern. Es wird eine gerötete Stelle entstehen, die sich mit Flüssigkeit füllt und verkrustet. Kopfschmerzen und Fieber werden ebenfalls des Öfteren beobachtet.

Die Diagnose Herpes Genitalis

Sollten die typischen Symptome auftreten, wird die Krankheit schnell erkannt. Um die Diagnose zu sichern, wird der Arzt allerdings einen Abstrich nehmen, womit die Erreger nachgewiesen werden können.

Sollte sich eine schwangere Frau infiziert haben, kann sich das Kind während der Geburt direkt infizieren, was gefährlich werden kann.

Behandlung bei Herpes Genitalis

Durch virushemmende Medikamente kann der Herpes gut behandelt werden. Insbesondere die Wirkstoffe Aciclovir und Valaciclovir kommen sehr oft zum Einsatz. Sollten diese Mittel rechtzeitig eingesetzt werden, können sich die Beschwerden möglicherweise verringern. Das Virus selbst bleibt allerdings ein Leben lang versteckt im Körper.

Beim Herpes Genitalis werden in der Regel Tabletten verabreicht, die etwa 10 Tage eingenommen werden müssen. Wenn die Therapie rechtzeitig beginnt, wird sich die Ausbreitung der Viren auf den Nervenbahnen einschränken. Schwangere werden eine Infusionsbehandlung erhalten. Im Vergleich zum Lippenherpes spielt die äußerliche Behandlung in Form von Cremes keine bedeutende Rolle.

Herpes Genitalis Vorbeugen

Rund 90 Prozent der Bevölkerung tragen den Herpes-Simplex-Virus des Typs 1 in sich. Dieser wird sich jedoch eher an der Lippe bemerkbar machen. Vorm gefährlichen Herpes-Genitalis-Virus des Typs 2 können vor allem Kondome schützen.

Viele Menschen tragen das Virus aber bereits in sich, ohne etwas davon zu bemerken. Sollte man sich frisch infiziert haben, muss unbedingt mit einem Kondom verhütet werden, da die Ansteckungsgefahr in dieser Zeit besonders hoch ist. Hautbläschen sollten nie berührt werden bzw. muss man sich danach gründlich die Hände waschen.

In der akuten Phase der Erkrankung sollten Sexualkontakte vollkommen vermieden werden. Schutz vor einer erneuten Aufblühung des Herpes-Virus bietet eine gesunde Ernährung und ausreichend Sport, da ein geschwächtes Immunsystem oftmals Grund für das erneute Auftreten ist.

Ist Herpes ansteckend?

Ist Herpes ansteckend? Die Antwort lautet eindeutig: Ja, die Herpes-Viren besitzen ein sehr hohes Ansteckungspotential vor allem nach dem Ausbruch der Krankheit und noch vor dem eindeutigen Erblühen der Herpes-Bläschen. Bis diese wieder eindeutig abgeheilt sind, bleibt Herpes ansteckend.

Der Virus selbst verschwindet auch nicht mehr aus dem Körper, rund 90 Prozent aller Erwachsenen tragen den HSV-Typus 1 in sich.

Auf welche Weise ist Herpes ansteckend?

Die Übertragung erfolgt durch Körperkontakt unabhängig von den entsprechenden Körperstellen, also beispielsweise auch vom Mund einer Person auf eine andere Körperstelle der anderen Person und umgekehrt.

Die Bläschen müssen dabei noch nicht zu sehen sein, gerade kurz vor ihrem Ausbruch, wenn die betroffene Stelle schon heftig juckt, ist die Übertragungsgefahr der Viren am größten. Sie bleibt dann über die Zeit der Bläschenbildung bis zur absolut vollständigen Abheilung erhalten.

Erst die normale, verheilte und glatte Haut überträgt keine Herpesviren mehr. Selbst ohne Bläschen ist eine Übertragung durch Schleimhäute möglich, was aber selten nachzuweisen ist. Die Träger des HSV-1-Virus müssen nicht selbst von Herpes-Ausbrüchen betroffen, dennoch kann ihre Herpes ansteckend sein. Die Infektion ist bei dieser Personengruppe nur durch Bluttests nachzuweisen, die wiederum nicht eindeutig aufzeigen, wie oft die Infektion bei der betreffenden Person schon ausgebrochen ist.

Als gefährlich gilt bei Herpes die sogenannte persistierende Infektion, also der latente Verbleib der Viren im Körper, ohne dass deren Ausbruch genau bestimmt werden kann.

Warum Herpes ausbricht, ist nicht völlig geklärt. Als Ursachen werden Umwelteinflüsse, hormonelle Schwankungen, ungeeignete Hautpflege und sogar Stress diskutiert. Es gibt zwei verschiedene Herpes Viren, die Typen 1 und 2, Typus 1 (HSV-1) ist häufiger.

Davon zu unterscheiden sind die nach dem lokalen Auftreten als Lippen- oder Genitalherpes differenzierten Ausbruchsformen, die jeweils durch den Typus 1 oder 2 verursacht werden können. Schwere, aber glücklicherweise seltene Infektionen sind generalisierte Infektionen bei Neugeborenen und bei Personen mit geschwächtem Immunsystem (Immundefizienz). Da Herpes ansteckend ist, sollten diese Personen besonders geschützt werden.

Ist Herpes ansteckend über Handtücher?

Immer wieder wird hinterfragt, inwieweit die Herpes-Viren außerhalb des menschlichen Körpers überleben, ob also Herpes ansteckend sein kann, wenn eine Person mit einem frischen Ausbruch ein Handtuch benutzt und eine andere Person dasselbe Handtuch kurz darauf verwendet.

Hier kommt es tatsächlich auf die Zeitspanne, die Luftfeuchte und die Temperatur an. Grippeviren beispielsweise lassen sich über Handtücher, Waschlappen, Essbesteck und Türklinken relativ gut und auch nach Minuten, in ungünstigen Fällen sogar nach Stunden übertragen.

Bei Herpes ist diese Gefahr sehr gering, dennoch können grundsätzliche Hygieneregeln eingehalten werden. Unter Umständen reicht schon das heiße Trocknen von Handtüchern, um den Virus nicht überleben zu lassen, doch man muss es nicht darauf ankommen lassen und sollte jeder Person im Haushalt ihre eigenes Handtuch gönnen. Im Normalfall macht jedoch der Körperkontakt Herpes ansteckend.