Hausmittel gegen Herpes

Bei Herpes handelt es sich um eine Virusinfektion, die durch so genannte Herpes-simplex-Viren ihren Anfang nimmt. Genauer gesagt handelt es sich dabei um zwei verschiedene Viren-Gruppen, die als Auslöser gelten. Infolge davon können Bläschen sowie das besonders bekannte Lippenherpes auftreten.

Für die Behandlung gibt es altbewährte Hausmittel, die den Verlauf dieser Infektion erheblich vereinfachen können. Teilweise befreien Sie diese Mittel innerhalb weniger Stunden von einigen Beschwerden.

Besonders bewährt: Honig

Eines der beliebtesten Hausmittel ist der seit Jahrtausenden bekannte Honig. Dieser besitzt eine antibakterielle und antivirale Wirkung. Vor allem hilft der Honig antimikrobiell.

Empfehlenswert im Kampf gegen Lippenherpes und somit den Bläschen ist besonders der Manuka-Honig. Dies liegt an dem hohen Anteil von Methylglyoxal. Es handelt sich dabei um einen Wirkstoff, der für seine guten Ergebnisse bei einer vorliegenden Herpes-Infektion auf der Haut bekannt ist. Dabei waren schon die Ureinwohner von Neuseeland darüber bewusst, dass sich der Honig für die medizinische Behandlung von Haut und Lippen bei Erkrankungen wie mit Herpes besonders eignet.

Neben der präventiven Wirkung erreicht der Honig bei regelmäßiger Verwendung ein schnelleres Heilen der Wunden.

Die Anwendung von Teebaumöl

Als weiteres Hausmittel gegen Herpes hat sich das Teebaumöl bewährt. Gewonnen wird dieses aus dem in Australien vorkommenden Teebaum. Bekannt ist diese Pflanzenart, die für die Tee-Herstellung verwendet wird, aufgrund einer Dokumentation seit dem Jahr 1770.

Schon unmittelbar nach der Entdeckung stand eine heilende Wirkung gegenüber Hautkrankheiten fest. Genauer gesagt zeichnen sich die Blätter durch eine antibakterielle und desinfizierende Wirkung aus.

Von Bedeutung ist dabei, dass gerade im Anfangsstadium einer Herpes-Infektion das Öl eine sehr gute Wirkung auf Lippen und die Haut hat. Schließlich kann sogar das Auftreten der Bläschen verhindert werden, sofern eine Reaktion im Anschluss an das erste Kribbeln an den Lippen erfolgt.

Die Behandlung mit Zitronenmelisse

Bisher wird dieser Pflanze viel zu wenig Aufmerksamkeit entgegen gebracht. Dabei ist inzwischen erwiesen, dass die Zitronenmelisse einen positiven Einfluss auf den Ausbruch von Herpes hat und hilft. Der Nachweis der Wirksamkeit erfolgte im ersten Jahrzehnt nach der Jahrtausendwende durch deutsche Forscher.

Nach der ersten Anwendung des Melissen-Öls setzt eine Wirkung innerhalb von wenigen Stunden ein. Zudem verhindern Sie eine Einnistung der Herpes-simplex-Viren in den Zellen mit der regelmäßigen Anwendung. Auf diesem Wege vermeiden Sie eine sichtbare Infektion von Haut und Lippen, da mehr als 90 Prozent aller Zellen vor einem Befall beschützt werden können.

Eiswürfel als Erste Hilfe

Befindet sich das Lippenherpes im Anfangsstadium, so bieten sich Eiswürfel als Hausmittel an. Diese besitzen für einige Zeit eine präventive Wirkung. Zeitgleich erschweren Sie den Viren das Leben durch die Eiswürfel so stark, dass diese sich weniger vermehren können. Für Herpesviren ist lediglich das Leben in wärmerer Umgebung angenehm.

Umwickelt von einem Küchentuch halten Sie den Eiswürfel im Anfangsstadium an die betroffene Stelle. Dabei ist auf ein regelmäßiges Wechseln des Tuchs zu achten. Eine spätere Anwendung ist zu vermeiden, wenn es bereits zu einer Ausbildung von Bläschen gekommen ist.

Starker Alkohol hilft gegen Lippenherpes

Zu den besonders guten Hausmitteln zählt außerdem hochprozentiger Alkohol. So zeichnet sich dieses Getränk durch eine desinfizierende Wirkung aus.

Außerdem wirkt der Alkohol kühlend, wobei die Wirkung während des Verdunstungs-Prozesses einsetzt. In diesem Moment entziehen Sie dem Körper die Wärme, die die Bläschen zum vermehren benötigen. Mit einem Wattestäbchen, auf das einige Tropfen von dem Alkohol gegeben werden, erfolgt ein Abtupfen der betroffenen Stellen. Täglich kann dieser Vorgang mehrmals wiederholt werden.

Das hilft: Schwarze Teebeutel

Besonders effektiv sind schwarze Teebeutel im Kampf gegen diese Bläschen. Es ist die hohe Konzentration des Wirkstoffs Tannin, das die schwarzen Teebeutel zu einem guten Heilmittel gegen diese Infektion macht.

Das Tannin besitzt eine antivirale und desinfizierende Wirkung. Dies führt wiederum zu einer Begrenzung der Fläche, die davon betroffen sein könnte und verhindert somit eine Ausweitung von Lippenherpes.

Behandlungsmöglichkeiten bei Herpes

Etwa 85 Prozent der Weltbevölkerung leiden am Herpes-Typ 1. Leider bleiben die Viren nach einer Infektion dauerhaft im Körper und blühen regelmäßig auf, insbesondere dann wenn das Immunsystem geschwächt ist.

Zum Glück gibt es zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten, die nicht nur die Beschwerden lindern, sondern auch die Abheilung beschleunigen. Diese werden im folgenden Abschnitt ausführlich vorgestellt.

Herpes – Beschwerden und Symptome

Ein typisches Symptom sind die schmerzhaften Bläschen, die sich meistens am oder im Mund bilden können. Auch an anderen Stellen des Körpers können sie auftreten. Hinzu kommen andere Symptome wie hohes Fieber, ein Krankheitsgefühl und Mundgeruch.

Je nachdem wie schwer die Herpes-Infektion ausfällt, können auch die Lymphknoten im Bereich von Hals und Kiefer anschwellen. Die Bläschen verursachen zudem Beschwerden in Form von Juckreiz, einem Spannungsgefühl und ein unangenehmes Kribbeln.

Ist der Befall sehr ausgeprägt und sind auch die Genitalien und die Augen betroffen, dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Therapiemöglichkeiten

• Cremes

Die klassische Behandlung erfolgt über Cremes. Inzwischen gibt es davon viele verschiedene Produkte, die die Bläschen rasch austrocknen und desinfizieren und zudem noch die Schmerzen und den Juckreiz lindern sollen.

Als wirksame chemische Substanzen sind hier Cremes mit Penciclovir und Aciclovir zu empfehlen. Diese sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

• Hausmittel

Es gibt auch zahlreiche Hausmittel, die bei einer leichten Form von Herpes durchaus Linderung verschaffen können. Dazu gehören Teebaumöl, Honig, Natronpulver, Zitronensaft oder Aloe Vera.

Als besonders wirksam haben sich auch schwarze Johannisbeeren und Salben mit Pfefferminze und Rhabarber erwiesen. Sie verhindern die Ausbreitung der Herpesviren, indem sie das Eindringen der Viren in die Zelle behindern. Sie wirken daher auch vorbeugend.

• Rotlichtlampe

Eine weitere sehr spezielle Form der Behandlung von Herpes erfolgt über eine Rotlichtlampe. Da rotes Licht antibakteriell wirkt und ein paar Millimeter tief ins Gewebe eindringt, kann es die Abheilung von Herpes beschleunigen.

Des Weiteren hilft es dabei das Stoffwechselabfälle wie Schlacken und Säuren aus dem Körper gespült werden. Durch die Bestrahlung wird Muskel-, Sehnen- und Fettgewebe erwärmt, wodurch auch die Durchblutung erhöht wird. All diese Effekte wirken sich positiv auf den Heilungsprozess aus.

Die richtig Anwendung einer Rotlichtlampe

Die Anwendung einer Rotlichtlampe gestaltet sich sehr unkompliziert. Bestrahlt wird lediglich die zu behandelnde Fläche in diesem Fall der untere Gesichtsbereich.

Der Abstand zur bestrahlenden Stelle sollte zwischen 30 und 50 Zentimetern betragen. Die Bestrahlungsdauer sollte 10 bis 20 Minuten nicht überschreiten. Je nachdem wie gut man mit der Bestrahlung klar kommt und wie die Haut darauf reagiert, kann sie zwei bis dreimal pro Tag durchgeführt werden. In der Regel reicht eine Anwendung pro Tag aber vollkommen aus.

Vor dem Gebrauch einer Rotlichtlampe sollten unbedingt die Sicherheitshinweise des gewählten Geräts gründlich durchgelesen und eingehalten werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Schutz der Augen. Rotes Licht ist schädlich für die Augen, daher sollte bei der Bestrahlung immer eine Schutzbrille zum Einsatz kommen. Diese können in zahlreichen Online-Shops schon für ein paar Euro erworben werden. Bei einigen Rotlichtlampen liegen diese auch direkt bei. Es reicht nicht aus die Augen nur zu schließen, da das Rotlicht durch das Lid hindurch dringt.

Was hilft bei akutem Herpes?

Herpes-Viren finden sich im Körper der meisten Menschen. Von einem akuten Herpes sprechen Mediziner, wenn Symptome sichtbar sind. Diese treten nach der erstmaligen Infektion in unregelmäßigen Abständen auf und lassen sich behandeln. Auch ohne Gegenmaßnahme bilden sich Herpes-Bläschen zumeist nach etwa zehn Tagen zurück.

Der Besuch beim Hautarzt ist dennoch unerlässlich, da eine akute Herpes-Erkrankung zu ernsthaften Nebenwirkungen führen kann. Behandeln lässt sich ein akuter Herpes-Ausbruch, gegen die Viren selbst sind bislang keine wirksamen Behandlungsmöglichkeiten bekannt.

Klassische Behandlungsform bei Herpes

Die klassische Behandlungsform bei einer akuten Herpes-Erkrankung besteht aus der Gabe von Arzneistoffen wie Aciclovir und Valaciclovir. Viele Ärzte und Patienten bevorzugen Salben gegenüber Tabletten, da das Auftragen der Salbe als angenehm kühlend empfunden wird. Beide Medikamente wirken nicht nur gegen Lippenherpes, sondern auch bei einer Herpes-Erkrankung im Genitalbereich. Salben beziehungsweise Cremes mit den Wirkstoffen Melissenextrakt, Heparin und Zink können ohne Rezept in der Apotheke bezogen werden. Ihre Wirksamkeit erkennen  Schulmediziner und Alternativmediziner gleichermaßen an.

Hausmittel bei Herpes

Patienten behandeln ihren Herpes statt mit einer Salbe auf der Basis von Melissenextrakten häufig direkt mit Melissentee. Ebenfalls als Hausmittel beliebt ist der Kamillentee, welcher eine beruhigende Wirkung auf die Bläschen ausübt. In keinem Fall dürfen Betroffene ihre Herpes-Bläschen aufstechen, da diese Maßnahme die Ausbreitung der Erkrankung verstärkt.

Ob Zahnpasta als Mittel gegen Herpes geeignet ist, richtet sich nach den konkreten Zutaten des Zahnputzmittels. Wenn die Zahncreme Zink oder pflanzliche Wirkstoffe wie Kamillenextrakt enthält, ist eine positive Auswirkung auf die Herpes-Bläschen wahrscheinlich.

Auch das Betupfen der Herpes-Bläschen mit Honig bewirkt den Beobachtungen der betroffenen Patienten zufolge eine Linderung ihrer Beschwerden. Diese konnte zwar ebenso wie der Erfolg von Behandlungen mit Teebaumöl oder Aloe Vera wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden, wird von Patienten aber nahezu übereinstimmend geschildert.

Weitere natürliche Hausmittel gegen Herpes sind Salbeitee und Knoblauch. Beide Pflanzenwirkstoffe werden auf die betroffenen Lippen aufgetragen. Salbei lindert die Herpes-Beschwerden auch, wenn Patienten den Tee trinken.

Auch das Auftragen von Essig hilft gegen Herpes-Bläschen, am wirksamsten ist Apfelessig. Eine vergleichbare Wirkung entfaltet das Träufeln von Zitronensaft auf die Lippenbläschen.

Die Zitrone hilft am besten gegen Herpes, wenn Patienten sie bei der ersten Wahrnehmung der beginnenden Bläschenbildung nutzen. Da Stress häufig zum Herpes-Ausbruch beiträgt, wirkt sich auch Ruhe lindernd auf den Krankheitsverlauf aus.

Die Behandlung von Herpes mit dem Wirkstoff Butylhydroxytolul (BHT) gehört zu den alternativen Behandlungsmethoden jenseits der Naturheilkunde, da der Wirkstoff durch die Industrie erzeugt wird. Ihre Wirksamkeit ist ebenso wie die Linderung nach der Herpes-Behandlung mit Fettalkohol umstritten. Zudem können im Gegensatz zu einer Behandlung mit bewährten Hausmitteln ernsthafte Nebenwirkungen auftreten.